Europäische Förderung

Rheinland-Pfalz in der Mitte des Rheineinzugsgebiets ist sowohl Unterlieger wie auch Oberlieger an den großen Strömen. Diese besondere Lage erfordert eine intensive Abstimmung mit den Nachbarn in den anderen Bundesländern sondern auch im europäischen Rahmen. Die Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz ist neben der fachlichen Abstimmung daher auch in verschiedenen Programmen und Projekten vertreten, die mit Mitteln der EU diese Zusammenarbeit fördern. Im folgenden sollen diese kurz beschrieben und mit Bespielen erläutert werden.

Grenzüberschreitende und transnationale Zusammenarbeit

Das Ziel, die europäische Zusammenarbeit zu stärken, ist mit dem Namen INTERREG verknüpft. In der aktuellen Förderperiode hat die „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ die bisherige eigenständige Gemeinschaftsinitiative INTERREG abgelöst, der Name ist jedoch auch in der mittlerweile 4. Programmperiode geblieben. Als eigenständige Zielförderung werden die grenzübergreifende, die transnationale und die interregionale Zusammenarbeit fortgeführt.

Folgende Projekte der Wasserwirtschaftsverwaltung wurden und werden aus INTERREG – Mitteln gefördert:

  • INTERREG II C IRMA (Interreg Rhein Maas Aktivitäten)
    Nach den großen Hochwasserereignissen 1993 und 1995 haben die Rheinanliegerländer im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR) den Hochwasseraktionsplan Rhein aufgestellt und bei der Europäischen Kommission ein Förderprogramm für die Hochwasservorsorge im Rahmen der Raumordnungsprogramme INTERREG IIC initiiert. Aufgrund der Bedeutung des Themas "Hochwasservorsorge" für die Europäische Union wurde dann dieses Programm mit dem Kurznamen IRMA im Dezember 1997 gestartet. IRMA steht für INTERREG-Rhein-Maas-Aktivität.

  • INTERREG III B NWE (North West Europe)
    Unter Raumordnungsgesichtspunkten wurden mehrere europäische Förderräume definiert. Belgien, Teile Frankreichs, Irland, Luxemburg, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, die Schweiz (externer Partner) und Deutschland mit den Ländern Baden-Württemberg, Bayern (teilweise mit Ober-, Mittel-. Unterfranken und Schwaben); Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Rheinland-Pfalz bilden den Nordwesteuropäischen Raum (NWE). Die Wasserwirtschaftsverwaltung ist als Partner zur Entwicklung des internet-basierten Hochwasser-Informationssystem TIMIS flood für rund 100 Gewässer. und mit dem Polder Ingelheim Partner des SDF – Projekts (Sustainable Development of Floodplains) beteiligt.

  • INTERREG IV B NWE (North West Europe)
    Im aktuellen Programm ist die Wasserwirtschaftsverwaltung mit dem Reserveraum Hördt Partner des Projektes ALFA, das in den Flusseinzugsgebiete in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden neue Kapazitäten schaffen wird, um Wasser zu speichern oder Hochwasserspitzen abzufedern.

  • INTERREG IV A (Großregion)
    Der Hochwasserschutz Ralingen wird einem gemeinsamen grenzüberschreitenden Projekte mit den Großherzogtum Luxemburg realisiert und unter der Federführung der Internationalen Kommissionen zum Schutze von Mosel und Saar (IKSMS) ist die Wasserwirtschaftsverwaltung Partner des Projektes FLOW MS.

Bei EU–Projekten kommunaler Träger hat die Wasserwirtschaftsverwaltung die nationale Kofinanzierung gefördert, so z.B. das Projekt Nat’Our des Naturparkes Südeifel.

Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes

Sowohl im abgeschlossen Programm des „Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft, Abteilung Garantie (EAGFL)“, als auch dem aktuellen Programm „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) erfolgt eine Förderung für die Maßnahmen des Hochwasserschutzes an Oberrhein und Nahe. Maßnahmen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer wurden im Zeitraum 2007 - 2015 gefördert.

Weitere detaillierte Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen können Sie hier auf der Homepage des Umweltministeriums unter der Rubrik "Landwirtschaft" abrufen.